Jahresantrunk 2026

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GZ vom 12.01.2026

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Doppelt hält besser: Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner, Jens Kloppenburg, Natascha Büttner, Hans-Jürgen Bothe und Rüdiger Wohltmann freuen sich über die Verleihung der beiden Oker-Joker.Foto: Epping

Okeraner Ehrenamt-Herzblut beim festlichen Jahresantrunk
Hans-Jürgen Bothe und Natascha Büttner werden für ihr engagiertes Wirken im Stadtteil geehrt und erhalten Oker-Joker

Sebastian Sowa

In der Okeraner Begegnungsstätte stand der traditionelle Jahresantrunk am Samstag ganz im Dienst des Ehrenamtes – und das mit spürbar guter Stimmung. Unter dem Motto „Dient einander, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat“ rückte Moderator Jens Kloppenburg von der evangelischen Kirchengemeinde das freiwillige Engagement in den Mittelpunkt eines Nachmittages, der geprägt war von Anerkennung, Humor und Dankbarkeit.

Den Auftakt bildete ein besonderer Gruß: Kloppenburg reichte den Gästen seinen selbstgemachten „Apotheker-Trunk“. Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner (SPD) nahm den ersten Schluck mit Humor und kommentierte augenzwinkernd: „Ganz okay – aber im Abgang hat das Gebräu etwas von Hustensaft.“

Fundament der Gesellschaft

In ihrem Festvortrag betonte das Stadtoberhaupt eindrucksvoll die Bedeutung des Ehrenamtes. „Ohne Ehrenamt wäre Deutschland ärmer, Goslar ärmer – und Oker kaum wiederzuerkennen“, sagte Schwerdtner. Ehrenamt sei kein freundliches Beiwerk, sondern ein Fundament der Gesellschaft. Ohne Freiwillige würde vieles zusammenbrechen. Besonders Oker zeige, wie lebendig dieses Engagement sei: „Oker ist ein Ort, an dem Ehrenamt zum Alltag gehört – sichtbar, lebendig, kreativ und beherzt.“

Den Jahresrückblick hielt Norbert Bengsch, der diesmal bewusst zurückhaltender als in früheren Jahren auftrat. Mit einem Augenzwinkern sprach er von „Altersmilde“ und hob positive Entwicklungen hervor. So nannte er das Café Scheller und das Teehaus im Stadtpark große Gewinne für den Ort. Auch die Sanierung der Mehrzweckhalle, die lange ins Stocken geraten war, befinde sich nun auf einem guten Weg. Die Grundschule Oker bezeichnete Bengsch als „Ort des Optimismus“, und die AGG schärfe weiter ihr Profil. Immer wieder kehrte auch er in seiner Rede zum Ehrenamt zurück, das er als „Rückgrat des Ortes“ würdigte – etwa bei der Okeraner Tafel, dem Netzwerk Mensch, dem Osterfeuer oder dem Freibad.

Zwei neue Oker-Joker

Höhepunkt war jedoch zweifelsohne die Verleihung der Oker-Joker. Wie jedes Jahr wussten die Geehrten im Vorfeld nichts von ihrer Auszeichnung. Rüdiger Wohltmann legte mit humorvollen Hinweisen die Spur zum ersten Preisträger: vielfältig engagiert, klare Sprache, sechs Jahre Ortsbrandmeister, stets zur Stelle, wenn man ihn braucht – Spitzname „Tante Käthe“. Damit war Hans-Jürgen Bothe gemeint, der sich sichtlich gerührt über die Ehrung zeigte.

Den zweiten Oker-Joker verlieh Jens Kloppenburg. Seine Beschreibung führte zu Natascha Büttner von der Schützengesellschaft: hilfsbereit weit über Oker hinaus, großes Herz, stark im Einsatz für die Jugend – und, wie Kloppenburg schmunzelnd anmerkte, jemand, der „keinen Wodka aus Flaschen trinkt“. Auch Büttner freute sich sehr über die Anerkennung.

Für den musikalischen Rahmen sorgte die Kantorei der Kirchengemeinde und rundete einen Nachmittag ab, der vor allem eines deutlich machte: Das Ehrenamt ist in Oker nicht nur Tradition, sondern gelebte Gegenwart.

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